Diesen Monat habe ich für einen B2B-Anbieter von Digital-Signage-Software ein vollständiges Audit mit anschließender Strategie erstellt. Der Fall ist frisch, die Zahlen sind echt, nur der Firmenname bleibt weg. Ich lege hier die komplette Ableitung offen — alle sieben Schritte, mit den Messwerten, den Rechnungen und den Stellen, an denen entschieden statt abgearbeitet wurde. Wer nur das Ergebnis will: Es steht direkt hier unten. Wer wissen will, wie jede Zeile davon zustande kam: danach, Schritt für Schritt.
Die Essenz: die ganze Strategie auf einer Seite
Der SISTRIX-Leitfaden von Markus Hövener hält fest: Eine tragfähige Strategie kann auf ein Blatt A4 passen.1 Hier ist dieses Blatt für den Fall:
Ausgangslage in drei Zahlen: Google bringt dem Anbieter 1.467 Marken-Klicks, aber nur 46 Nicht-Marken-Klicks in 91 Tagen. Die gemessene Conversion-Rate organischer Besucher: 1,05 %. Aus nicht-markenbezogener Suche entsteht damit rechnerisch etwa null Testzugänge pro Monat — Google ist für dieses Geschäft heute eine Login-Tür für Bestandskunden, kein Kanal für Neukunden.
Ziel (Arbeitshypothese): +10 qualifizierte Trials/Demos pro Monat aus organischer Suche.
Die Rechnung: Bei 1,05 % Conversion-Rate braucht das ≈ 950 Besucher/Monat. Nach Behebung der gemessenen Conversion-Lecks (Zielrate 1,5–2,0 %) reichen ≈ 500–670. Die Semantik liefert in 9–12 Monaten realistisch 300–800 Nicht-Marken-Klicks/Monat — das Ziel ist erreichbar, aber nur wenn SEO und Conversion-Optimierung zusammen laufen. SEO allein verfehlt es.
Bewusst gestrichen: US-Markt, „kaufen"-Suchergebnisse der Hardware-Händler, Blog-Fließband, Glossar-Reichweite ohne Kaufbezug, KI-Sichtbarkeits-Vollausbau vor dem Fundament.
Arbeitsumfang: 120–225 Stunden über 4–6 Monate. In Geld hängt das am Stundensatz des Umsetzenden — mit 90–120 € je Stunde gerechnet: ≈ 8.000–15.000 € (schlanke Variante) bzw. ≈ 13.000–27.000 € (volle Variante). Gegenrechnung: dieselben Besucher über Google Ads einzukaufen kostet 33.000–123.000 € — pro Jahr, dauerhaft.
Jede dieser Zeilen ist das Ergebnis eines Rechenschritts, keine Meinung. Die sieben Schritte im Einzelnen.
Schritt 1: Die Nulllinie messen — was heute wirklich ankommt
Vor jeder Zielsetzung steht die Frage: Wo stehen wir überhaupt? Dafür braucht es Zugänge zu Search Console und Web-Analytics — ohne die beginne ich keine Strategie mehr, denn ab hier wird jede Zahl gemessen statt geschätzt.
Drei Dinge gehören zur Nulllinie, und alle drei werden bereinigt gemessen:
- Marke von Nicht-Marke trennen. 91,5 % der zuordenbaren organischen Klicks waren Marken-Suchen — Menschen, die den Anbieter schon kannten und den Login suchten. Die zweitgrößte organische Einstiegsseite war tatsächlich die Login-Seite. Für die Neukunden-Frage zählt nur der Rest: 46 Nicht-Marken-Klicks in 91 Tagen bei 34.450 Impressionen (Klickrate 0,13 %).
- Müll-Segmente ausweisen. Ein Produktname kollidierte mit themenfremden Suchanfragen, die das Bild verzerrten — solche Segmente fliegen aus der Messung, sonst feiert man später Traffic, der nie ein Kunde wird.
- Die Conversion-Rate aus den eigenen Zahlen ziehen, nicht aus Branchen-Benchmarks. Gemessen: 47 qualifizierte Ereignisse auf 4.480 organische Sitzungen = 1,05 %. Und gleich mit gemessen: Die Preisseite hatte 62 Sitzungen und null Conversions, das Registrierungsformular verlor die Hälfte aller, die es begonnen hatten. Das sind keine SEO-Befunde — aber sie entscheiden gleich in Schritt 3 über die Höhe des Traffic-Bedarfs.
Nebenbefund, der 2026 dazugehört: Der Kanal „KI-Assistenten” (Besucher aus ChatGPT & Co.) lieferte 37 Sitzungen in 91 Tagen — 30 davon in den letzten 30 Tagen, mit dem höchsten Engagement aller Kanäle und null Conversions. Zu klein zum Rechnen, zu schnell wachsend zum Ignorieren: Er bekommt eine eigene Messreihe, aber keinen Platz in der Traffic-Prognose.
Schritt 2: Das Geschäftsziel als Arbeitshypothese
Steht eine konkrete Zielzahl im Raum, lässt sich sofort rechnen. Fehlt sie — und das ist der häufigere Fall —, wird sie nicht erfunden, sondern als Hypothese aus den Daten von Schritt 1 gebaut und offen als solche markiert.
In diesem Fall: Nicht-Marken-Akquise reaktivieren — aus organischer Suche qualifizierte Trials und Demos gewinnen, statt nur Login-Verkehr von Bestandskunden zu bedienen. Die Hypothese trägt drei Belege: Google ist messbar eine Login-Tür; der DACH-Raum liefert bereits drei Viertel der Klicks; und das Produkt kann konvertieren (transparenter Preis, Testzugang ohne Kreditkarte) — die Conversion-Mechanik hat Lecks, aber kein strukturelles Defizit.
Eine offen markierte Hypothese ist ehrlicher als eine erfundene Zielzahl. Ändert der Kunde das Ziel — etwa „US-Markt zuerst” —, ändert sich die Kette ab Schritt 3. Die Datenbasis bleibt.
Schritt 3: Die Rückwärtsrechnung
Jetzt wird das Ziel in Besucher übersetzt — mit der gemessenen Conversion-Rate, nicht mit einer Wunschzahl:
| Zielmarke | bei gemessener CR 1,05 % | bei CR 1,5–2,0 % nach Conversion-Fixes |
|---|---|---|
| +10 Trials/Monat | ≈ 950 Nicht-Marken-Besucher/Monat | ≈ 500–670 Besucher/Monat |
| +25 Trials/Monat | ≈ 2.400 Besucher/Monat | ≈ 1.250–1.670 Besucher/Monat |
Zur Einordnung: Heute kommen ≈ 15 Nicht-Marken-Klicks pro Monat an. Das Ziel bedeutet also das rund Sechzigfache der heutigen Basis — und genau deshalb ist die rechte Spalte keine Nebenrechnung: Die Behebung der gemessenen Conversion-Lecks halbiert den Traffic-Bedarf. Die Hälfte des Registrierungs-Abbruchs zu beheben ist billiger, als Hunderte zusätzliche Besucher zu erarbeiten. Die Rechnung zeigt das, bevor ein Euro fließt.
Alle Zielwerte sind auf ±10 % gerundet. Eine Strategie, die auf die Nachkommastelle rechnet, täuscht eine Präzision vor, die es in diesem Geschäft nicht gibt.
Schritt 4: Die Semantik — vollständig gesammelt, vom Kunden bestätigt
Erst jetzt kommt das, womit die üblichen Anleitungen anfangen: die Keyword-Arbeit. Drei Quellen, übereinandergelegt:
- Die Site-Struktur — Sitemap und Seiten lesen: Welche Themen bedient der Anbieter heute? Ergebnis: 36 Themen.
- Die Search Console als Nachfrage-Beweis — alle 2.192 Suchanfragen mit Impressionen aus 16 Monaten gegen diese Themen geclustert. Das deckt Nachfrage auf, die an der Site vorbeiläuft: Suchanfragen mit Impressionen, für die es keine passende Seite gibt. Geprüft wird dabei über alle Web-Properties — auch Blog und Shop auf eigenen Subdomains.
- Die Feld-Spur — die gerankten Keywords der direkten Wettbewerber: Welche Themen besetzt das Feld, die der Kunde gar nicht hat?
Das Ergebnis dieses Falls: Von 36 Themen haben 15 keine eigene Landingpage — zusammen ≈ 10.650 Suchanfragen pro Monat, auf denen der Anbieter heute mit ~175 Impressionen praktisch nicht existiert. Die größten Lücken, konkret: Kiosk- und Touch-Terminals (3.170 Suchen/Monat), Wartezimmer-TV (2.600 — das Kern-Keyword allein 1.300), digitale Werbetafeln (1.870), Schaufenster-Displays (1.720), digitales Schwarzes Brett (700). Und eine Lücke der besonderen Art: Für Aufrufsysteme existiert sogar ein Produkt — 870 Impressionen in der Search Console beweisen die Nachfrage, aber es gibt keine Produktseite. Die Nachfrage läuft an der Firma vorbei zu den Wettbewerbern.
Bevor mit dieser Liste gerechnet wird, bestätigt sie der Kunde — Position für Position: Was davon soll wachsen, was ist kein Fokus, was wird gar nicht mehr angeboten? Erst die bestätigte Liste geht in die Keyword-Sammlung.
Schritt 5: Der Abgleich — trägt die Semantik das Ziel?
Der Schritt, der in den üblichen Anleitungen komplett fehlt: Suchvolumen ist noch kein Traffic. Für jede Themen-Klasse wird geschätzt, was sie realistisch liefern kann — mit offen gelegten Annahmen:
- Neue Landingpages (die 15 unbesetzten Themen): Annahme 60–80 % der Seiten erreichen in 6–12 Monaten Position 3–8 — die Suchergebnisse dieser Nischen-Themen sind von Händlern und Nischenanbietern besetzt, nicht von übermächtigen Portalen. Bei positionsüblichen Klickraten von 3–7 %2: ≈ 190–600 Klicks/Monat.
- Bestehende Seiten sanieren: Der Anbieter hatte gut platzierte Seiten mit katastrophalen Snippets — eine Seite auf Position 4 mit 313 Impressionen und null Klicks, ein ganzer Lösungen-Cluster auf Position ~10,6 mit zwei Klicks auf 3.500 Impressionen. Neue Titel und Beschreibungen plus Positionsgewinne von 10 auf ≤5: ≈ 80–250 Klicks/Monat — auf Impressionen, die schon da sind.
Zusammen, Überlappung abgezogen: 300–800 Nicht-Marken-Klicks/Monat nach 9–12 Monaten. Und damit diese Spanne nicht im luftleeren Raum hängt, die Realitäts-Prüfung am Feld — der geschätzte organische Traffic der direkten Wettbewerber:
| Wettbewerber (anonymisiert) | geschätzte organische Besuche/Monat |
|---|---|
| Digital-Signage-Sparte eines großen Druckdienstleisters | ≈ 7.900 |
| Fachanbieter mit großem Wissens-Bereich | ≈ 3.000 |
| Nischenanbieter | ≈ 700 |
| der Kunde heute | ≈ 120 |
Der Korridor 300–800 liegt mitten im real erreichten Feld gleichartiger Anbieter — eher konservativ als kühn. Und jetzt das Verdikt, die wichtigste Zeile der ganzen Strategie: +10 Trials/Monat trägt die Semantik — aber nur zusammen mit den Conversion-Fixes (Bedarf 500–670, Korridor-Mitte). Bei unveränderter Conversion-Rate reicht selbst das obere Korridor-Ende nicht: 800 < 950. +25 Trials/Monat trägt die deutsche Semantik allein nicht — dafür müssten die umkämpften Kopf-Begriffe („digital signage lösungen”, 30.600 Suchen/Monat) gegen Portale und Händler in die Top 5, oder der US-Markt käme als eigene Wette dazu. Das steht so im Dokument. Ein Strategie-Papier, das jedem Ziel „machbar” bescheinigt, ist ein Verkaufsprospekt.
Schritt 6: Weiche und Streichliste
Welche Suchanfragen-Klassen werden bespielt, welche nicht? Das entscheidet nicht das Volumen, sondern wer auf der Ergebnisseite steht:
Bespielt wird in Prioritäts-Reihenfolge aus Volumen × Erreichbarkeit × Produkt-Passung: zuerst Aufrufsysteme (das Produkt existiert, die Nachfrage ist belegt), dann Wartezimmer-TV, Werbetafeln, Schaufenster-Displays, Kiosk-Themen — jeweils mit Software-Blickwinkel, nicht als Hardware-Verkauf.
Und die Streichliste — jede Zeile mit Begründung aus Weiche oder Rechnung:
- US-Markt vorerst nicht. Position 30–45 auf den klickstarken US-Suchen; ein ernsthafter Ausbau ist eine eigene Investitionsentscheidung, kein Nebeneffekt.
- Keine „kaufen”-Suchergebnisse der Hardware-Händler. Dort ranken Händler-Shops — fremdes Geschäftsmodell.
- Kein Blog-Fließband. Der bestehende Blog lieferte 266 organische Sitzungen in 91 Tagen und null Conversions. Neue Beiträge nur noch mit eigenem Erkenntniswert — Bottom-Funnel-Inhalte konvertieren nach veröffentlichten Funnel-Daten um das Zehn- bis Zwanzigfache besser als Informations-Content.3
- Kein Glossar-Breitband. „ultra hd” hat 5.400 Suchen im Monat und bringt diesem Geschäft nichts.
- Kein KI-Sichtbarkeits-Vollausbau vor dem Fundament. Antwortstrukturen laufen in jeder neuen Seite mit; alles darüber hinaus erst, wenn die kritischen Technik-Punkte geschlossen sind.
Der Maßnahmenplan sagt, wohin die Kraft fließt — die Streichliste beweist, dass sie nicht überallhin fließt.
Schritt 7: Stunden, Preis — und die Gegenrechnung
Erst ganz am Ende, wenn Ziel, Semantik und Weiche stehen, lässt sich seriös beziffern, was die Umsetzung kostet. Im Fall: Technik-Fundament plus Conversion-Block plus Snippet-Sanierung ≈ 55–95 Stunden, Content-Ausbau (10–12 neue Landingpages aus den bestätigten Themen) ≈ 65–130 Stunden. Macht 120–225 Stunden über 4–6 Monate. In Geld übersetzt hängt das am Stundensatz dessen, der umsetzt — für die Rechnung hier mit 90–120 € je Stunde angesetzt: schlanke Variante (90–130 Stunden) ≈ 8.000–15.000 €, volle Variante ≈ 13.000–27.000 €. Wer vor dem Semantik-Abgleich einen Festpreis nennt, rät.
Ob sich das rechnet, beantwortet die Gegenrechnung mit bezahlter Werbung — dieselbe Logik, die ich in SEO-ROI berechnen hergeleitet habe, hier mit den echten Klickpreisen des Falls: Die Nischen-Themen kosten bei Google Ads im Schnitt ≈ 5,50 € pro Klick, die Software-Begriffe ≈ 10,80 € (Spitzenwert: „digital signage software” für 18,69 €). Das Ziel von +10 Trials/Monat über Anzeigen einzukaufen kostet:
| Szenario | Besucher nötig/Monat | Kosten bei 5,50–10,80 €/Klick |
|---|---|---|
| heutige Conversion-Rate (1,05 %) | ≈ 950 | 63.000–123.000 € pro Jahr — dauerhaft |
| nach Conversion-Fixes (1,5–2,0 %) | 500–670 | 33.000–87.000 € pro Jahr — dauerhaft |
Gegenüber ≈ 13.000–27.000 € einmalig, verteilt über 4–6 Monate. Selbst am oberen SEO-Preisende und unteren Anzeigen-Ende amortisiert sich die Investition gegen den Anzeigen-Dauerbetrieb innerhalb weniger Monate nach dem Einschwingen — und nebenbei zeigt die Tabelle noch etwas: Die Conversion-Fixes halbieren auch die Anzeigen-Rechnung. Sie tragen sich kanalunabhängig.
Diese Rechnung gehört in jede Strategie, in beide Richtungen: Wo sie nicht aufgeht, ist das Ergebnis genauso klar — dann ist bezahlte Werbung oder ein anderer Kanal die ehrlichere Empfehlung.
Warum die üblichen acht Schritte trotzdem keine Strategie ergeben
Wer zu diesem Thema recherchiert, findet sechs Anleitungen mit derselben DNA: Ziele definieren, Audit, Wettbewerbsanalyse, Keyword-Recherche, Content-Plan, Messung. Der Kanon ist nicht falsch — er beschreibt solides Handwerk, und die sieben Schritte oben enthalten ihn vollständig. Der Unterschied liegt woanders: Die Anleitungen produzieren einen Arbeitsplan, der beim Wettbewerber genauso an der Wand hängen könnte. Eine Strategie ist eine Serie von Entscheidungen mit Trade-offs, gerechnet für genau ein Geschäft.
Drei Prüfzeichen, an denen Sie ein Nicht-Strategie-Dokument erkennen — Kritiker des Framework-Kanons diagnostizieren dieselben Muster4:
- Betriebsamkeit ersetzt das Zielbild. Es wird veröffentlicht, optimiert, berichtet — aber niemand kann in einem Satz sagen, welche Geschäftszahl das bewegen soll. (Der Fall oben kann es: +10 Trials/Monat.)
- Das Anbieter-Paket bestimmt den Plan. Die „Strategie” besteht exakt aus den Bausteinen, die der Dienstleister im Angebot hat — nicht aus denen, die die Nulllinie verlangt.
- Es gibt keine Streichliste. Ein Dokument, das nichts streicht, hat nichts entschieden.
Sie können den Test selbst machen: Legen Sie Ihr aktuelles Strategie-Dokument neben die sieben Schritte und prüfen Sie, welche der Rechnungen darin vorkommen. Fehlt die Rückwärtsrechnung, fehlt der Abgleich, fehlt die Streichliste — dann haben Sie einen Plan, beschäftigt zu sein. Welche Leistungsbausteine hinter der Umsetzung stehen, ist ein eigenes Thema — den Überblick gibt die Leistungs-Übersicht.
2026: Was die KI-Suche an der Strategie ändert — und was nicht
Belegt ist: KI-Übersichten verschieben Klicks, und zitiert zu werden gewinnt an Wert. Umstritten ist, wie tief das die Strategie-Ebene verändert — im selben Experten-Panel steht Kevin Indigs „aus dem Klick-Spiel wird ein Einfluss-Spiel” direkt neben der Gegenposition von Ann Smarty und Aleyda Solís, dass reifes SEO das meiste davon längst abdeckt.5 Eine belastbare Strategie hält beides aus. Im Fall oben heißt das konkret: Der KI-Kanal wächst messbar (30 Sitzungen in 30 Tagen, höchstes Engagement aller Kanäle) und bekommt deshalb eine eigene Messreihe — ein festes Set typischer Kauf-Fragen, monatlich gegen ChatGPT, Perplexity und Googles KI-Übersichten geprüft. Aber er wird nicht in die Traffic-Prognose gerechnet, und der Vollausbau steht hinter dem Fundament. Jede neue Landingpage wird so gebaut, dass Antwortsysteme sie zitieren können — dieselbe Investition bedient beide Suchwelten.
Was sich sicher verschoben hat: Die Kosten der Taktik sind kollabiert — Texte, Keyword-Listen, Audits produziert heute jedes Werkzeug. Genau deshalb wandert der Wert dorthin, wo Tools nicht hinkommen: in die Kalkulation, die ein Ziel als „nicht erreichbar” ausweist, und in die Zeile, die gestrichen wird.
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Häufige Fragen
Was gehört in eine SEO-Strategie?
Wie lange dauert es, eine SEO-Strategie zu erstellen?
Was, wenn unser Unternehmensziel unklar ist?
Kann ich eine SEO-Strategie selbst erstellen — ohne Agentur?
Warum rechnet die Strategie mit Spannen statt exakten Zahlen?
Quellen
- SISTRIX (mit Markus Hövener): „SEO-Strategie: Schritt-für-Schritt-Leitfaden". sistrix.de/tutorials/seo-strategie/ (Stand 19.03.2026, abgerufen 10.07.2026) — inkl. der Feststellung, eine Strategie könne „auf ein Blatt A4-Papier passen".
- „Klickwahrscheinlichkeiten in den Google SERPs". SISTRIX. sistrix.de/news/klickwahrscheinlichkeiten-in-den-google-serps/ (abgerufen 11.07.2026) — Positions-Klickraten; die 3–7 % im Fall sind das untere Ende der Kurven für Position 3–8, konservativ wegen Anzeigen und KI-Übersichten in kommerziellen Ergebnisseiten.
- Benji Hyam, Devesh Khanal: „Pain Point SEO". Grow & Convert, growandconvert.com/seo/pain-point-seo/ (abgerufen 10.07.2026). Konversionsdaten aus veröffentlichten Client-Funnel-Auswertungen (0,3–4,3 % gegenüber 0,03–0,19 %).
- René Dhemant: „5 Beweise, dass Ihre SEO-Strategie keine ist". dhemant.consulting/compendium/5-beweise-dass-ihre-seo-strategie-keine-ist/ (abgerufen 10.07.2026). Ergänzend: Kevin Indig, „How to craft a winning SEO strategy", growth-memo.com (19.08.2024, abgerufen 10.07.2026).
- „12 Experts on AI Search Strategy in 2026". Peec AI, peec.ai/reports/12-experts-on-ai-search-strategy-in-2026 (2026, abgerufen 10.07.2026) — Positionen u. a. von Kevin Indig, Ann Smarty und Aleyda Solís.